Hörgeräte bestehen aus sensiblen akustischen Sensoren und patientenspezifischen Otoplastiken, die direkt im Ohr der Träger*innen sitzen. Die Fertigung der Otoplastik ist durch eine Vielzahl an Prozessschritten geprägt. Hierbei ist die modulare Bauweise mit kostenintensiven Zusatzkomponenten und einem hohen Wartungsaufwand verbunden. Mit Hilfe der additiven Fertigung (3D-Druck), die zunehmend Anklang in der Hörakustik findet, soll im Rahmen der MID-Förderung eine innovative, wartungsarme sowie ressourcenschonende Otoplastik entwickelt werden.

In dem Kooperationsprojekt, unterstützt durch den MID Analyse Gutschein, untersuchte das GoetheLab in enger Zusammenarbeit mit dem Hörakustikunternehmen Langhammer neue Möglichkeiten der Integral- und Differentialbauweise von Otoplastiken. Gemeinsam wurden die Anforderungen an das finale Produkt erörtert und in iterativen Entwicklungsprozessen erfolgreich neue Konzepte zur Arretierung der Otoplastikmodule untersucht. Das Projekt ermöglichte dem Unternehmen den Einsatz von F&E um die Marktfähigkeit neuer Produktkonzepte zu evaluieren. Der Zusammenschluss aus Handwerk und Forschung war maßgeblich für den Erfolg des Projektes.

Vorteile auf einem Blick:

  • F&E mit Hochschule mit geringem wirtschaftlichem Risiko
  • Einfache Möglichkeit zur Untersuchung der Markfähigkeit von Produkten
  • Nutzung der Expertise des GoetheLabs im Bereich der digitalen Hochleistungsverfahren (Additive Manufacturing)

 

Abbas, Karim
Projekt
AM-OTO Langhammer

2021

Ansprechpartner:

Karim Abbas
abbas@fh-aachen.de

Gefördert durch: