Stil Freiraum – Additive Reality
Ziele und Problemstellung
AdditivReality reagiert auf mehrere Herausforderungen in der Lehre zur Additiven Fertigung. Die Zahl der Studierenden in praxisnahen Veranstaltungen steigt, während Laborzeiten, Maschinenkapazitäten und Personal begrenzt sind. Gleichzeitig hat sich nach der Pandemie der Bedarf an digitalen, aber praxisnahen Lehrformaten erhöht. Ziel des Projekts war es, ein didaktisch fundiertes Konzept zu entwickeln, das Virtual Reality und interaktive E Learnings für die Lehre zur Additiven Fertigung nutzbar macht und in einem Handbuch für Lehrende dokumentiert.
Inhalte und Schwerpunkte
Zielgruppe und Nutzen
Die primäre Zielgruppe sind Studierende der FH Aachen und der RWTH Aachen in Modulen zur Additiven Fertigung und verwandten Fächern. Sie können in VR Fertigungsanlagen bedienen, Abläufe kennenlernen und Wissen interaktiv prüfen, was sie besser auf Laborpraktika und industrielle Praxis vorbereitet. Lehrende profitieren von erprobten VR Szenarien, E Learnings und einem Leitfaden, der bei der Integration von VR in Lehrveranstaltungen unterstützt und Hemmschwellen senkt. Weitere Lehrgebiete, zum Beispiel Füge und Trenntechnik beziehungsweise Lasertechnologie, erhalten Guidelines und erste VR Cardboards, um eigene VR Anwendungen aufzubauen und das Konzept zu übertragen.
Ergebnisse
AdditivReality hat VR Räume für zwei Fertigungsmaschinen umgesetzt, interaktive E Learnings in VR und Ilias integriert und eine handlungs und situationsorientierte Didaktik entwickelt, die reale Szenarien aus dem Anlagenbetrieb abbildet. Die Teilkonzepte wurden gemeinsam mit Studierenden iterativ evaluiert, das Gesamtkonzept in Modulen getestet und zeigte hohe freiwillige Teilnahme und positive Evaluationen. Das erstellte Handbuch fasst technische Workflows, didaktische Konzepte und Lessons Learned zusammen und dient als Leitfaden für Lehrende und Studierende. Darüber hinaus werden Guideline und Paper veröffentlicht, um Erkenntnisse zu verbreiten und andere Einrichtungen bei der Implementierung von VR in der Lehre zu unterstützen.
Strukturen
AdditivReality wurde als einjähriges, bei Bedarf kostenneutral verlängertes Projekt im Programm Freiraum 2022 der Stiftung Innovation in der Hochschullehre durchgeführt. Das Projekt war an der FH Aachen verankert und wurde in enger Kooperation mit dem DAP der RWTH Aachen umgesetzt. Regelmäßige Abstimmungs und Koordinationsmeetings, Workshops, Öffentlichkeitsarbeit über den „Tag der Lehre“ und LinkedIn sowie die Integration der Ergebnisse in bestehende Module sichern die Verankerung an den beteiligten Hochschulen. Das Projekt zeigt, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit, frühes Nutzerfeedback und kontinuierliche Anpassung VR als festen Bestandteil zukunftsorientierter Lehre etablieren können.
